Mittwoch, 16. Oktober 2019
Freiwillige Feuerwehr Hambach

Organisation der Feuerwehr

In Deutschland gibt es rund 23.700 Feuerwehren mit ca. 1,1 Millionen aktiven Feuerwehrleuten. Die Jugendfeuerwehren zählen rund 250.000 Mitglieder und die Alters- und Ehrenabteilungen etwa 200.000 Mitglieder.

94% der Feuerwehrkräfte in Deutschland sind ehrenamtlich tätig. Das heißt sie üben normale Berufe aus und kommen nur für Einsätze und Übungsdienste zum Feuerwehrhaus.
Sie bekommen in der Regel kein Geld für ihr Ehrenamt. Sie verdienen ihr Geld als Bäcker, Handwerker, Lehrer, Ingenieur, Landwirt, ...
Nur ein kleiner Teil (6%) sind Berufsfeuerwehrleute oder Werkfeuerwehrleute (zusammen ca. 64.000 Kräfte).

Grundsätzlich kann man in Rheinland-Pfalz unterscheiden zwischen Freiwilligen Feuerwehren (FF, auch: FFW), Berufsfeuerwehren (BF), Werkfeuerwehren (WF) und Pflichtfeuerwehren (PF).

Freiwillige Feuerwehr

Feuerwehrhäuser einer Freiwilligen Feuerwehr sind in der Regel unbesetzt.
Die Freiwilligen verlassen bei einer Alarmierung ihren Arbeitsplatz, ihr Zuhause oder die Freizeitaktivität und begeben sich mit ihrem Privatfahrzeug, zu Fuß, mit dem Fahrrad, etc. zum Feuerwehrhaus.
Die Alarmierung erfolgt dabei über Sirene, Funkmeldeempfänger oder Handy.
Landesfeuerwehrgesetze schreiben dem Arbeitgeber vor seine Mitarbeiter für Feuerwehreinsätze freizustellen. Die Kommune erstattet dem Arbeitgeber die Ausfallzeiten.
Im Feuerwehrhaus befinden sich Einsatzkleidung, Ausrüstung und Feuerwehrfahrzeuge.
Nachdem sich die Feuerwehrkräfte umgezogen haben, besetzen sie die Einsatzfahrzeuge und begeben sich mit diesen zum Einsatzort.
Im Hambach handelt es sich um eine Freiwillige Feuerwehr, d.h. alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig.
Viele Freiwillige Feuerwehren besitzen neben der Einsatzabteilung noch eine Jugendabteilung, die Jugendfeuerwehr (JFW) oder teilweise auch eine Minifeuerwehr.
Das Hauptziel ist die Kinder und Jugendlichen für die Tätigkeit in der Aktiven Wehr vorzubereiten. Dies geschieht durch praktische Übungen und Unterricht.
Auch in Hambach gibt es für die 10 - 17 Jährigen eine Jugendfeuerwehr.

Freiwillige Feuerwehr Hambach
Foto: Freiwillige Feuerwehr Hambach


Berufsfeuerwehr

Berufsfeuerwehren sind in der Regel ständig besetzt, d.h. die Feuerwehrkräfte arbeiten dort im Schichtdienst. Diese können bei einer Alarmierung sofort ausrücken.
Wann eine Stadt eine Berufsfeuerwehr unterhalten muss, hängt von der Einwohnerzahl oder dem Status der Stadt ab. In den meisten Bundesländern liegt die Grenze bei 100.000 Einwohnern (in Rheinland-Pfalz 90.000 Einwohner).
Zum Beispiel gibt es in Koblenz eine Berufsfeuerwehr.
Einige Städte unterhalten jedoch auch Berufsfeuerwehren, obwohl sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet wären (z.B. Gießen).
In allen Städten mit Berufsfeuerwehren gibt es zusätzlich noch Freiwillige Feuerwehren, welche die Berufsfeuerwehren unterstützen und häufig Randbereiche des Stadtgebietes abdecken.

Hauptwache Feuerwehr Koblenz 2003
Foto: Hauptwache der Feuerwehr Koblenz, Autor: Schaengel, Lizenz: CC BY-SA 3.0


Werkfeuerwehr

Werkfeuerwehren sind in Firmen/Einrichtungen mit überdurchschnittlichem Gefährdungspotential (z.B. Chemiewerke) oder Verkehrsflughäfen angesiedelt.
Sie sind durch das zuständige Regierungspräsidium angeordnete oder anerkannte Feuerwehren.
Die Funktionsweise ähnelt häufig einer Berufsfeuerwehr. Es gibt jedoch auch Werkfeuerwehren, die durch Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens besetzt werden, welche primär einer anderen Tätigkeit innerhalb des Unternehmens nachgehen und im Einsatzfall alarmiert und von ihrer Tätigkeit freigestellt werden.
Werkfeuerwehren sind nicht öffentlich, können aber auf Anordnung auch außerhalb der jeweiligen Einrichtung tätig werden.
Die Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main ist ein Beispiel für eine Werkfeuerwehr.
Im Gegensatz zu Werkfeuerwehren sind Betriebsfeuerwehren nicht staatlich anerkannte Feuerwehren.
Sie unterliegen daher auch keinen staatlichen Eingriffen und Vorgaben.

flughafenfeuerwehr frankfurt
Foto: Flughafenfeuerwehr Frankfurt am Main


Pflichtfeuerwehr

Eine Pflichtfeuerwehr wird dann eingerichtet, wenn eine Freiwillige Feuerwehr nicht zustande kommt und der Brandschutz nicht mehr gewährleistet werden kann.
Bei dieser äußerst seltenen Form der Feuerwehr werden geeignete Personen zum Feuerwehrdienst verpflichtet.
Ein Beispiel für eine Pflichtfeuerwehr ist die Feuerwehr List auf Sylt.

 

Quelle und Stand der Daten: Statistik zum 31.12.2016 vom Deutschen Feuerwehrverband (http://www.feuerwehrverband.de/statistik.html)


Letzter Einsatz

Einsatzübung Gebäudebrand
Gückingen
13.05.2019 um 19:14 Uhr

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